Frühjahrstermine 2018

08.03.2018: Arbeitskreistreffen in der IHK Saarland

Ausbildungscoaching für Schüler und passgenaue Besetzung

Volles Haus im Saal der IHK Saarland: Rund 40 Teilnehmer waren zum ersten Frühjahrstreffen erschienen und informierten sich vor Ort über neue Projekte und Angebote für junge Menschen am Übergang Schule Beruf. Die neue Schulvorsitzende für den Arbeitskreis Saarbrücken, Michaela Brinkmann, wurde gleich zu Beginn von Kollegin Kerstin Steffen eingeführt. Als Schulleiterin des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums und Saarland-Kollegs (kurz: WWGSK) lebt sie an ihrer Schule das Motto „Kein Abschluss ohne Anschluss“ und zeigte sich hochmotiviert gemeinsam mit Kerstin Steffen die Leitung des Arbeitskreises zu übernehmen.

Peter Nagel, Geschäftsführer des Aus- und Weiterbildungsbereichs gab zu Beginn erst einmal einen guten Überblick zur aktuellen Ausbildungssituation im Land. Insgesamt ist die Tendenz spürbar, dass es immer mehr Abiturienten und Studienanfänger gibt. Im Vergleich dazu beschreiten immer weniger Jugendliche den Weg in eine Ausbildung, was sich mit einem Minus von einem Drittel an Bewerbern bei den Betrieben niederschlägt. 

Den richtigen Beruf oder eine freie Ausbildungsstelle zu finden stellt Schülerinnen und Schüler nicht selten vor große Herausforderungen. Unter der bereits bekannten Dachmarke AnschlussDirekt gibt es zwei eng miteinander verzahnte Projekte, das „Ausbildungscoaching für Jugendliche“ und die „Passgenaue Besetzung“, die an dieser Stelle weiterhelfen. Insbesondere Hauptschülern fällt es oftmals nicht leicht einen passenden Anschluss zu finden. Mit dem Ausbildungscoaching für Jugendliche, die vor dem Hauptschulabschluss stehen, bietet die IHK-Servicestelle AnschlussDirekt nicht nur Kontakt zu Ausbildungsbetrieben an, sondern macht die Bewerber auch fit für Einstellungstests und Vorstellungsgespräche. Ausbildungsleiter oder Personaler können hier als Paten fungieren. Wie das in der Praxis aussieht, erklärt Projektkoordinatorin Mirjam Caspers den Akteuren des Arbeitskreises in ihrem Impulsvortrag.

Wie KMUs mit freien Ausbildungsplätzen bei der Suche nach passenden Bewerberinnen und Bewerbern unterstützt werden können, erklärt Anne Steinmann, zuständig für das Projekt „Passgenaue Besetzung“. Hier wird ein Profil von Schülern erstellt, die einen Bewerberpool bilden. Bei Bedarf werden nach der Erstellung von Anforderungsprofilen Kontakte zu interessierten Firmen aufgebaut. PDF (beide Vorträge)

In der anschließenden Diskussionsrunde konnten Rückfragen geklärt und Themen vertieft werden. Gezielte Anfragen und Ideen für gemeinsame Aktivitäten wurden im abschließenden Netzwerkpart besprochen.


Rückblick 2017

04.04.2017: Arbeitskreistreffen an dem BBZ Sulzbach

Foto: Florian Freund

Industrie 4.0 als Unterrichtsfach:
Kreativität und eigenständiges Denken ist gefragt!

Auszubildende für Mechatronik und Industriemechanik können ab sofort am BBZ Sulzbach digitale Lernszenarien erproben und im eigenständigen Unterrichtsfach „Industrie 4.0“ neue Arbeitsbereiche erproben. Nicht Auswendiglernen ist hier gefragt, sondern eigenständiges Denken, Ausprobieren und Problemlösen. Der Rahmenlehrplan berufsbildender Schulen ist offen und kann um Module ergänzt werden, die weitere Handlungskompetenzen der Jugendlichen fördern. Der innovative Baustein „Industrie 4.0“ wird im Saarland bislang allein am BBZ Sulzbach erfolgreich eingesetzt. Doch auch weitere Schulen machen sich auf den Weg.  

„Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung alltäglicher Arbeitsprozesse, ist es wichtig gleich in der Ausbildung entsprechende Methoden und Kompetenzen zu erlernen, die im Beruf gefordert sind. So können zugleich Hemmschwellen abgebaut und Talente gefördert werden.“ Erklärte die stellvertretende Schulleiterin Elke Schwarz, die gemeinsam mit den beteiligten Lehrkräften Oliver Scherf, Markus Kontz und Team die SCHULEWIRTSCHAFT-Arbeitskreisteilnehmer auf den neuesten Stand brachte.

Als erstes Berufsbildungszentrum im Saarland, bietet die Schule ein neues Unterrichtsfach an, dass die Schülerinnen und Schüler in ihrer dreijährigen Ausbildung durchgängig begleitet. Von der Erstellung digitaler Lerninhalte und Apps für Montage- oder Fertigungspläne, über das Programmieren eines modularen Produktionssystems bis hin zum praktischen Arbeiten an der CP-Factory-Anlage, lernen die Jugendlichen alles, was für einen modernen Arbeitsplatzes in der Industrie erforderlich ist. „Deren intuitive Herangehensweise und der Spaß am Umgang mit den digitalen Formaten, schafft für uns als Lehrkräfte eine hervorragende Ausgangssituation. Doch einige müssen erst verinnerlichen, dass es hier nicht darum geht, Gelerntes wiederzugeben, sondern verschiedene Optionen auszuprobieren und zu unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten zu kommen.“ So Informatiklehrer Oliver Scherf, der bereits über ein erfolgreiches erstes Ausbildungsjahr am BBZ berichten kann.

Durch die Räumlichkeiten führte uns Fertigungsspezialist Markus Kontz, der anhand alter und moderner Geräte, den Wandel hin zu aktuellen Arbeitsabläufen und Prozessen veranschaulichte. Zur Frage, ob neue Berufsbilder erforderlich sind oder die vorhandenen um Teilbereiche ergänzt werden können, gibt er folgende Prognose: „Die Breite an Fähigkeiten und Fertigkeiten, die wir jetzt brauchen, kann mit der Tiefe heutiger, teilweise weniger für die Zukunft bedeutender, Lerninhalte nur schwer in Einklang gebracht werden. Viele Ausbildungsberufe bieten zwar eine solide Basis und sind ausbaufähig oder anpassbar, aber neue Berufe, wie beispielsweise der Produktionstechnologe, sind unverzichtbar.“

Um den realen Anforderungen der digitalen Welt gerecht zu werden hat der Schulträger am Standort des BBZ Neuweiler in ein neues Datennetzwerk investiert. Außerdem ist eine Lernfabrik „Industrie 4.0“ entstanden, die kontinuierlich weiterentwickelt wird. Ein spannendes Schulprojekt aus dem Dank Schulleiter Josef Paul und vielen Unterstützern der Region ein eigenes Unterrichtsmodul entstehen konnte. Es bleibt festzuhalten, dass sich der Facharbeiter/die Facharbeiterin zukünftig mit hochkomplexen Situationen auseinandersetzen wird. Die Auszubildenden werden sich weiterentwickeln müssen und deshalb trifft uns das Thema Digitalisierung sowohl in der Ausbildung, als auch in der Schule. Klassische Grundlagen der Bildung werden selbstverständlich beibehalten und um die neuen Herausforderungen ergänzt. So kann die Veränderung als Chance gesehen werden. Vortrag Industrie 4.0 - Herausforderungen für die Bildung


Rückblick 2016

11. April 2016: Arbeitskreistreffen in der Wissenswerkstatt Saarbrücken.

Technik live erleben in der Wissenswerkstatt

In der neuen Lernwerkstatt für Kinder und Jugendliche, der Wissenswerkstatt Saarbrücken, trafen sich am Montag rund 45 SCHULEWIRTSCHAFT-Arbeitskreisteilnehmer zum diesjährigen Frühjahrs-Meeting. Neben allen wichtigen Informationen zur Location und einem Rundgang durch die Räumlichkeiten, standen die Themen Beschulung von Flüchtlingskindern sowie Technik und Sprache auf der Agenda. Die Vorsitzenden Steffen und Paschke moderierten durch den Nachmittag, an dem die Anwesenden Technik zum Anfassen erlebten und allerlei spannende Experimente durchführen konnten. Die zentral gelegene MINT-Werkstatt, gefördert von saarländischen Unternehmen, ist DIE Anlaufstelle für Schulklassen und kann von Kindern und Jugendlichen im Alter von 8-18 besucht werden. Das Konzept ist ganz einfach: „Technik begreifen, durch eigenes Erleben“, etwas bauen und konstruieren, Prozesse spielerisch begreifen und Neues selbst gestalten. Das ist es, was Kinder und Jugendliche neugierig macht und den Spaß am Entdecken fördert. „Die kostenlosen Kurse werden auch gerne einmal für Kleingruppen gebucht“, so Leiterin Dr. Maas, die sich über mangelndes Interesse nicht beklagen kann. Hinsichtlich der aktuellen Flüchtlingsthematik, führt sie aus, dass auch sprachliche Grundbildung in handwerklich-technischen Projekten vermittelt werden kann. Nils Iljans, Konrektor der Saarbrücker Gemeinschaftsschule Bruchwiese, stellte im anschließenden Vortrag dar, wie seine Schule Flüchtlinge beschult und aktuelle Herausforderungen meistert. Die Lehrerschaft hat bereits seit 7 Jahren Berührungspunkte mit Flüchtlingen und Zuwanderern, so dass aufgrund der Erfahrungswerte ein gelungenes Konzept zur Beschulung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und äußerst geringfügigen Sprachkenntnissen entwickelt werden konnte. Mehrere Module greifen hier zielführend und aufeinander aufbauend ineinander, so dass am Ende mindestens ein Hauptschulabschluss möglich ist. In diesem Zusammenhang waren auch noch einmal die Unternehmen gefragt, denn diese sind aufgerufen Praktika für Flüchtlinge anzubieten und nach Möglichkeit auch in diesem Bereich mit den Schulen zusammenzuarbeiten. Die praxisnahen Vorträge der Referenten wurden insgesamt sehr gut bewertet und bildeten Teil der anschließenden Diskussion und Feedbackrunde.

Rückblick

Frühjahrstreffen 2015

19. März 2015: Arbeitskreistreffen in der GemS Heusweiler.


Neue Wege der Berufsorientierung an der Friedrich-Schiller-Schule

Eigeninitiative zeigen, aktiv Bildungspartnerschaften durchführen und eigene Vernetzungsstrukturen vor Ort ausbauen: Das waren die Schlagworte des Nachmittags in der Gemeinschaftsschule Heusweiler, an der sich am 19. März 2015 rund 8 Unternehmensvertreter und die gleiche Anzahl an Lehrkräften gemeinsam mit Elternvertretung und Bildungsakteuren der Region Saarbrücken austauschten. Neben dem innovativen Berufsorientierungskonzept des neuen Schulleiters und seiner Vorstellung praxisbezogener  Schulprojekte, zeigte ein Lehrer des Albert-Schweitzer-Gymnasiums die Möglichkeiten innerhalb des Formats „Schülerfirmen“ auf. Nach dem Input durch die Vortragenden waren die Teilnehmer gefragt: Sie konnten im anschließenden Workshop-Modul ihren Ideen und Anregungen freien Lauf lassen. So wurden Bedarfe von Schulen und Unternehmen diskutiert, Vorschläge zur besseren Kommunikation und zur Vernetzung vor Ort genannt und Wünsche für das kommende Herbsttreffen geäußert.


Frühjahrstreffen 2014

06. Mai 2014, DataONE, Saarbrücken


Programm:

  1. Begrüßung und Vorstellung des neuen Schulvorsitzes
  2. 10 Jahre Data One: Success Together – Share Values, Share Ideas!
  3. Lernpartnerschaften School One - Wir kümmern uns um die Köpfe von morgen!
  4. Das Fach Beruf und Wirtschaft
  5. Rundgang durch die Firma
  6. Austausch und Ideenentwicklung für zukünftige Projekte und mögliche Kooperationen  

Anmeldung und Information

Christine Hauser
Tel.: 0681 95434-39
Fax: 0681 95434-69
E-Mail: bildungmesaar.de

Bitte senden Sie das Anmeldeformular vollständig ausgefüllt an oben genannte E-Mail oder Faxnummer.

Ansprechpartner Arbeitskreis Saarbrücken

Vorsitz Schule

Michaela Brinkmann, Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium & Saarland Kolleg
Mail: Briwwgsk.de

Vorsitz Unternehmen

Kerstin Steffen
Head of PR & Market Development, Data One
E-Mail: Kerstin.Steffendataone.de