Frühjahrstermine 2018

21.03.2018: Arbeitskreistreffen, Startbahn 25

Startbahn 25 als Chance für junge Arbeits- und Ausbildungssuchende

Rund 34 Mitarbeiter, Coaches, Arbeitsvermittler, Fachanleiter, Lehrer, Psychologen und weitere Akteure sowie 15 Mitarbeiter des Jobcenters, engagieren sich im Rahmen des Projektes „Startbahn 25“ am Standort Saarlouis.  Getragen von der Diakonie Saar, dem Jobcenter Saarlouis und der KEB ist das ESF-geförderte Projekt ein Erfolgsmodell der Region, das sich an Jugendliche bis 25 Jahre richtet, die SGB II – Leistungen beziehen. Berufliche Kenntnisse und Grundfertigkeiten können in den jeweiligen Ausbildungsbereichen praxisnah erlernt werden. Bislang konnten über 2000 Jugendliche im Programm betreut und in Ausbildung vermittelt werden. „Die Verweildauer beträgt im Schnitt 3-4 Monate“, so Stefan Ziegler, stellvertretender Geschäftsführer der KEB gGmbH, der uns im Anschluss an seinen Vortrag durch die Werkstätten des geräumigen Gebäudes führt. Er erläutert, dass die Maßnahme seit dem 1. September 2013 existiert und die Jugendlichen des Landkreises Saarlouis vom Jobcenter dem Programm zugewiesen werden können. Sie erhalten dann vor Ort Unterstützung bei der Stellensuche sowie bei sozialen und schulischen Problemen. Ca. 30-40% Geflüchtete sind derzeit Teil des Programms. Vortrag

Christian Franke, einer der Leiter der Startbahn 25 ergänzt den Vortrag um Arbeitsweise und Organisationsstruktur: „Über einen Zeitraum von etwa zwei Wochen werden verschiedene Eignungstests und Profiling-Instrumente angewandt, um die individuellen Voraussetzungen und Ziele des Jugendlichen beurteilen zu können. Danach erhalten die Jugendlichen eine detaillierte Rückmeldung zu den weiteren Schritten und einen Wochenplan zu den Bereichen der Startbahn, die sie durchlaufen.“ Anknüpfend daran beschreibt Marcel Braun, Teamleiter bei der Arbeitsagentur Saarlouis, dass es sich bei der Berufsberatung um ein Angebot handele, dass jedem interessierten Jugendlichen offen stehe, auch dem Kundenkreis des SGB II. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater bieten den Jugendlichen grundlegende Informationen und begleiten sie im Berufswahlprozess. Es gehe auch darum das Rüstzeug zu liefern, um selbständig Informationen über in Betracht kommende Berufe zu finden. Dabei sollen berufliche Fehlentscheidungen vermieden und ein realistisches Bild der Arbeitswelt gezeichnet werden. Arbeitsagenturkollegin Gisela Weidner, zuständig für berufliche REHA und Teilhabe, erläuterte in diesem Zusammenhang die Angebote im Rahmen der Inklusion. Sie bemerkt, dass es viele Behinderungen gebe, die nicht augenfällig seien. Es sei wichtig den Unterstützungsbedarf früh genug zu erkennen, Eltern zu informieren und beim Weg zur Akzeptanz zu unterstützen.

Die Arbeitskreisvorsitzenden Alexandra Schwarz und Bernd Schmitz bedanken sich bei allen Referenten und leiten die Diskussionsrunde ein. Schmitz betont die Bedeutung der Berufsorientierung für das Klientel mit sonderpädagogischem Förderbedarf und fragt: Wie kann die Berufsorientierung für diese Zielgruppe ausgeweitet werden? Die Martin-Luther-King Schule sei eine der Pilotschulen für inklusiv beschulte Schüler. Diese Schulen hätten sich als vordringliche Aufgabe für die nächste Zeit zusätzliche Strukturen und Inhalte bei der Berufsorientierung für inklusiv unterrichtete Schüler zum Ziel gesetzt.

Als nächstes Thema des Herbsttreffens in Saarlouis soll Industrie 4.0 im Fokus stehen. Passend zu der am 8. November zum Thema Digitalisierung in Schule und Ausbildung stattfindenden Fachtagung in Saarbrücken.


Rückblick 2017

14.03.2017: Arbeitskreistreffen am TGSBBZ Saarlouis

Über den Dächern von Saarlouis

Rund 30 Teilnehmer aus Schule und Betrieb trafen sich am Technisch-Gewerblich-Sozialpflegerischen BBZ Saarlouis, um mehr über deren unterschiedliche Ausbildungsgänge und Schulabschlüsse zu erfahren. Die Schule bietet die Bereiche Ernährung und Hauswirtschaft, die Akademie für Erzieherinnen und Erzieher, den technisch-gewerblichen Bereich sowie das Oberstufengymnasium mit den Schwerpunkten Gesundheit, Soziales und Wirtschaft an, erläutert Nadine Keller anhand ihrer Präsentation.
Folgende Schulabschlüsse sind möglich:

  •  Oberstufengymnasium: allgemeine Hochschulreife in den zwei Fachrichtungen Gesundheit/Soziales und Wirtschaft
  • Fachoberschulen: allgemeine Fachhochschulreife
  • Akademie für Erzieher- und Erzieherinnen: staatlich anerkannte/r Erzieher/in und die allgemeine Fachhochschulreife
  • Berufsfachschule für Kinderpflege: staatlich anerkannte/r Kinderpfleger/in.
  • Sozialpflegeschule: mittlerer Bildungsabschluss
  • Berufsgrundschule: Erfüllung der Berufsschulpflicht, Hauptschulabschluss
  • Berufsgrundbildungsjahr: Erfüllung der Berufsschulpflicht, Hauptschulabschluss
  • Berufsvorbereitungsjahr: Erfüllung der Berufsschulpflicht, Hauptschulabschluss

Gleich im Anschluss an die Präsentation stiegen die Arbeitskreisteilnehmer die Treppen hinauf bis in den höchstgelegenen Klassensaal und genossen den Ausblick vom Balkon über die Stadt bei frühlingshaften Temperaturen. Während des Rundgangs durch die weiteren Werk- und Unterrichtsräume, erklärte Schulleiterin Margret Schmitt u.a., dass die Friseurlehrlinge bereits erfolgreich an Meisterschaften teilgenommen haben, was sich positiv auf die Motivation der jungen Auszubildenden auswirke.

Zurück im Klassenraum ging es weiter mit dem Thema Best-Practice-Beispiele für Kooperationen zwischen Schule und Betrieb. Die Gemeinschaftsschule Martin-Luther-King stellte zwei erfolgreich laufende Angebote vor: Aus dem Modellversuch Reformklassen ist die Idee entstanden, Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsschule praktische Berufe zu veranschaulichen. Lehrkräfte des TGSBBZ werden an die Martin-Luther-King-Schule abgeordnet und unterrichten dort in den unterschiedlichen Bereichen Friseur/Kosmetik, Bäcker, Pflege- und Erzieherberufe. Auch im Rahmen der Schülerfirma findet ein Austausch mit der beruflichen Schule statt. Das KBBZ Saarlouis unterstützt mit abgeordneten Kolleginnen. Aus einer eigen initiativen Idee ist hier ein Erfolgsmodell entstanden. „Schulen, die sich für ein solches Kooperationsmodell interessieren, können eine Anfrage beim Ministerium für Bildung und Kultur stellen,“ sagte Bernd Schmitz.

Mit der Dillinger (ehemals Dillinger Hütte) arbeitet die Schule ebenfalls erfolgreich zusammen. In einer Schülerprojektwoche lernen jeweils 6 Schüler der Gemeinschaftsschulen in Saarlouis und Dillingen die Arbeitsweise im Betrieb vor Ort kennen. Gemeinsam mit den Auszubildenden bauen sie Bänke, die im Anschluss auf dem Gelände der beiden Schulen aufgestellt werden. Hierbei lernen sie verschiedene Arbeitsprozesse, wie die Holzvorbereitung, das Entgraten und Bohren der Bleche sowie die Montage kennen.

Als ein drittes Beispiel für gute Kooperationen, berichtete Alexandra Schwarz kurz von ihren Erfahrungen mit dem Projekt „Regionales Bündnis für Ausbildung“. Ziel war es u.a. Betriebe bei ihren Ausbildungsbemühungen zu unterstützen. Es wurden Projekttage zur Berufsorientierung angeboten und von betrieblichen Mentoren mitgestaltet. In den Workshops der Unternehmen wurden der Betrieb, die Ausbildungsberufe, Anforderungen im Beruf und Perspektiven vorgestellt. Auch Auszubildende des Unternehmens wurden mit einbezogen und berichteten den Schülern von ihrer Ausbildung. Die Jugendlichen der beteiligten Schulen hatten die Möglichkeit aus 2-3 Workshops je nach Interesse auszuwählen. Die Erfahrungen von VAUS zu der Organisation dieser Projekttage wurden in einer Broschüre zusammengefasst, die zum Download auf der Internetseite www.vausnet.de steht. Im Rahmen dieses Projekts wurde auch eine Unterrichtseinheit zum Thema „Pro-und Kontra Ausbildung“ erstellt, die Schulen nutzen können.

Am Ende der Veranstaltung wies Bernd Schmitz auf das kommende Herbsttreffen hin, das in einem Unternehmen im Landkreis Saarlouis stattfinden werde. Er lud die Anwesenden ein sich bei den von Schülern des TGSBBZ Saarlouis zubereiteten Schnittchen auszutauschen und untereinander zu vernetzen.


Rückblick 2016

28. April 2016: Arbeitskreistreffen im Schülerforschungszentrum Saarlouis.

Besuch im Schülerforschungszentrum Saarlouis

Schülerlabore, Freies Forschen, MINT-Workshops, Projektarbeiten und Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer: Das Schülerforschungszentrum in Saarlouis hat viel zu bieten und gab den Arbeitskreisteilnehmern des diesjährigen Frühjahrstreffens einen Einblick in alle Räumlichkeiten am Standort der Gemeinschaftsschule in den Fliesen. Leiter Brück referierte gemeinsam mit Stellvertreter Burg über bisherige Besucher und aktuelle Angebote des Schülerforschungszentrums in Saarlouis. Als unterrichtsergänzende Einrichtung können Kinder und Jugendliche MINT-Workshops wahrnehmen und in den Laboren experimentieren. Voll ausgestattete PC-Räume ermöglichen außerdem eine anschließende Versuchsanalyse und bieten Raum für die Projektarbeit. In zwei Kleingruppen konnten sich die Besucher einen Gesamtüberblick verschaffen und im Grundschullabor unter fachlicher Anleitung von Herrn Burg eigene Experimente durchführen. Zurück im Schulungsraum erwartete die Teilnehmer ein Vortrag von Herrn Iljans, stellvertretender Schulleiter der Gemeinschaftsschule Bruchwiese, zum Thema Beschulung von Flüchtlingen mit unterschiedlichen Lernniveaus. Die Schule hat bereits seit 7 Jahren Berührungspunkte mit Flüchtlingen und Zuwanderern, so dass aufgrund der Erfahrungswerte ein gelungenes Konzept zur Beschulung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und äußerst geringfügigen Sprachkenntnissen entwickelt werden konnte. Mehrere Module greifen hier zielführend und aufeinander aufbauend ineinander, so dass am Ende mindestens ein Hauptschulabschluss möglich ist. In diesem Zusammenhang wurde im Plenum angefragt, wer schon Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit vorweisen kann und ob bereits Praktika angeboten werden. Nach einer konstruktiven Diskussionsrunde, verweilten die Teilnehmer zur vertiefenden Netzwerkarbeit im Foyer und berieten sich zu anstehenden Projekten und Kooperationen.

Rückblick

Frühjahrstreffen 2015

 

 25. März 2015: Arbeitskreistreffen im BBZ Dillingen.

Moderne Unterrichtsmodule ­am TGBBZ Dillingen

Rund 30 Arbeitskreisteilnehmer folgten der Einladung ans Technisch-Gewerbliche Berufsbildungszentrum in Dillingen und informierten sich vor Ort über aktuelle Themen zur beruflichen Orientierung und der Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen. Patrick Saar, stellvertretender Schulleiter des TGBBZ, stellte zunächst die neuen Unterrichtsfächer der Schule vor und erläuterte die zugehörigen Methoden und Module während der anschließenden Führung durch die Räumlichkeiten der Gastgeberschule. Die Initiative VerA (Verhinderung von Abbrüchen und Stärkung von Jugendlichen in der Berufsausbildung) präsentierte Peter Mertz, Regionalkoordinator der Initiative für das Saarland. Im Rahmen des Senior Experten Service können Jugendliche bei Bedarf von geschulten Experten im Ruhestand Hilfe zur Selbsthilfe erhalten. Als ein Modell für gelungene Berufsorientierung stellte Cornelia Nauhauser, Lehrerin der Martin-Luther-King-Schule in Saarlouis, den Tag des Handels und des Tourismus vor. Schülerinnen und Schüler können hier einen Tag lang alle Stationen eines Betriebs kennenlernen und herausfinden, ob das ein oder andere Berufsfeld für sie interessant, bzw. geeignet ist. Durch das Programm führte das Sprecher-Tandem des Arbeitskreises, Patrick Barth und Bernd Schmitz. Vor Beginn des Austauschs erfragten die Vorsitzenden unter den Teilnehmer, welche Erwartungen sie an den Arbeitskreis stellen. Diese äußerten im Anschluss ihre Wünsche für zukünftige Treffen und es wurden erste Kontakte ausgetauscht und Ideen für mögliche Kooperationen besprochen.


Frühjahrstreffen 2014

 26. März 2014, Firma Dachser, Überherrn

Programm:

  1. Begrüßung und Neues aus dem Netzwerk
  2. Die Firma Dachser stellt sich vor
  3. „Beruf & Wirtschaft“ als neues Unterrichtsfach der GemS
  4. VAUS: JOBSTARTER - Regionales Bündnis für Ausbildung
  5. Ausblick & anschließender Rundgang durch die Firma
  6. Austausch & Netzwerken

Anmeldung und Information

Christine Hauser
Tel.: 0681 95434-39
Fax: 0681 95434-69
E-Mail: bildungmesaar.de

Bitte senden Sie das Anmeldeformular vollständig ausgefüllt an oben genannte E-Mail oder Faxnummer.

Ansprechpartner Arbeitskreis Saarlouis

Vorsitz Schule

Bernd Schmitz
Schulleiter der Martin-Luther-King-Schule, Saarlouis
E-Mail: bernd.schmitzmlksls.de

Vorsitz Unternehmen

Alexandra Schwarz
Verbundausbildung Untere Saar (VAUS), Dillingen
E-Mail: alexandra.schwarzvausnet.de