Frühjahrstermine 2017

27.04.2017: Arbeitskreistreffen am TGS BBZ Neunkirchen.

Foto: Florian Freund

Benotung nach Lernfeldern an Beruflichen Schulen –
Worauf Betriebe jetzt achten müssen!

Mit weißen Tischdecken, Servietten in Gläsern, selbstgebackenen Brezeln und Croissants wurden die Arbeitskreisteilnehmer am Gastgeberstandort empfangen. Eingedeckt hatten die Schülerinnen und Schüler des Hauswirtschaftsteams am Sozialpflegerischen BBZ in Neunkirchen. Gleich im Anschluss an die Begrüßung stellte Schulleiter Bernd Hussong heraus, dass es ihm ein besonderes Anliegen ist, ein Netzwerk mit den umliegenden Gemeinschaftsschulen aufzubauen. Die Kooperationen können sowohl im technisch-gewerblichen, im sozialpflegerischen, als auch im kaufmännischen Bereich der Berufsschule stattfinden, um so ein möglichst breites Angebot an Berufen vorstellen zu können. Ein guter Einstieg für den ohnehin engagierten Kreis der Teilnehmer, in dem bereits viele Gemeinschaftsschulen vertreten sind. Anschließend stellten Frau Felten-Klein und Herr Rech die berufsschulische Ausbildung am TGS BBZ vor. Im Rahmen der Führung durch die schulischen Räume und Werkstätten wurden die Berufe Friseur, Bäcker, Verkäufer, Metzer vorgestellt und Fragen zur Sozialpflegeschule, der Berufsgrundschule und der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales beantwortet.

Spannend für alle Ausbildungsbetriebe und Akteure am Übergang Schule-Beruf ist das neue Benotungsverfahren in Berufsschulen, auf das Schulleiter Hussong mit einem Kurzvortrag eingeht. Ab diesem Schuljahr wird neben den allgemeinbildenden Fächern nur noch in unterrichteten Lernfeldern benotet. Für die Schüler bedeutet das, es gibt Noten in den Halbjahreszeugnissen sowie in den Abgangs- und Abschlusszeugnissen. Für Betriebe ist es wichtig zu wissen, dass ab diesem Jahr auf der zweiten Seite der Zeugnisse die Schlussnoten abgeschlossener Fächer und Lernfelder zu finden sind. Für Herrn Hussong ist die Anpassung schlüssig: „Wir unterrichten nach Lernfeldern, also macht es auch Sinn nach Lernfeldern zu benoten.“ Damit die Benotung für Projektarbeiten gewährleistet wird, findet beispielsweise ein Austausch der Lehrerteams statt. Die Neuregelung gilt für alle dualen Ausbildungsberufe. Von Unternehmerseite wird darauf hingewiesen, dass hier ein Informationsbedarf besteht und gerade Ausbildungsbetriebe auf den neusten Stand gebracht werden sollten. Die Lehrpläne sind zwar verfügbar, aber der Umgang mit den neuen Zeugnissen muss erlernt werden. Heike Trapp schlägt vor, gemeinsam mit der Vertreterin der Handwerkskammer einen Vorschlag zu erarbeiten, der als Arbeitsgrundlage für Betriebe der Region genutzt werden könne. Neben dem Ideenaustausch zwischen BBZ und Gemeinschaftsschulen zur Zusammenarbeit das zweite gute Zwischenergebnis der heutigen Sitzung. 


Rückblick 2016

18. April 2016: Arbeitskreistreffen am KBBZ Neunkirchen.

Kritiker, Realisten und Visionäre: Brainstorming am KBBZ Neunkirchen

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Staub, stellt Fachlehrer Berdin das Kaufmännische Berufsbildungszentrum sowie besondere Projekte und Lernfelder vor. In diesem Rahmen wird deutlich, dass sowohl neue Unterrichtskonzepte, als auch Schülerfirmen und viele weitere berufsorientierte Module am KBBZ ihren festen Platz haben. Gelungene Beispiele zur engen Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben, sind u.a. der fest etablierte „Runde Tisch Industrie“ mit Ausbildungsleitern und ein prozessorientierter, fächerübergreifender Unterricht für Berufsorientierung, in dem Jugendlichen Praxisorientierung geboten und mehr Eigenverantwortung übertragen wird. In diesem Zusammenhang wurde das Thema berufliches Oberstufengymnasium und Besonderheiten des landesweiten Modellversuchs FOS Plus (neues Unterrichtskonzept in der Fachoberschule) diskutiert. Eine engere Zusammenarbeit mit beteiligten Praktikumsbetrieben ist im neuen Unterrichtskonzept vorgesehen. Dies funktioniert allerdings nicht immer so, wie vorgesehen u.a. deswegen, weil immer weniger kleine und mittlere Betriebe sich an einer Ausbildung am KBBZ beteiligen. Eine gute Überleitung zum anschließenden Workshop-Modul, in dem sich die Arbeitskreisteilnehmer mit der Frage auseinandersetzten: Was kann eine Schule tun, um ein vielfältigeres Angebot an Praktikumsbetrieben zu bekommen? Arbeitskreisvorsitzende Heike Trapp bildete drei Teams, um die Praktikumsproblematik aufzugreifen und sinnvolle Lösungsstrategien zu erarbeiten. Die „Kritiker“ sollten Stolpersteine und Schwierigkeiten aufzeigen, die Ist-Stand-Gruppe „Realisten“ sammelten gegenwärtige Beispiele aus dem Praktikumsalltag und die Zielerreichungs-Gruppe „Visionäre“ durften einmal träumen, wie sie sich einen idealtypischen Rahmen für gelungene Praktika vorstellen. Diskutiert wurden im Anschluss ein Modell zur engeren Abstimmung untereinander: die Unternehmer-/Lehrersprechstunde, Bewerbungen ohne Zeugnisse und das Kennenlernen der Schul-, bzw. Unternehmenskultur durch gegenseitige Besuche. Die zwei Vorschläge „Unternehmer-Lehrer-Sprechstunde“ und „Besuch und Gegenbesuch Schule/Unternehmen“ wurden andiskutiert und hinsichtlich ihrer Machbarkeit gedanklich durchgespielt. Solche konkreten Ideen können und sollen den Arbeitskreisteilnehmern als Grundlage dienen, um daraus neue Konzepte zu erarbeiten. Wieder ein erfolgreicher Nachmittag in der Ideenschmiede SCHULEWIRTSCHAFT.

Rückblick

Frühjahrstreffen 2015

29. April 2015: Arbeitskreistreffen im TGS BBZ Neunkirchen.

Optimale Schulprozesse am TGS BBZ Neunkirchen

30 Teilnehmer waren der Einladung ans TGS BBZ Neunkirchen gefolgt und nahmen die Gelegenheit war, sich über Kernthemen der SCHULEWIRTSCHAFT-Arbeit, wie Ausbildungsreife, Praktika, Elternarbeit in der Berufsorientierung und den Mehrwert für die Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen auszutauschen. Schulleiter Jacob führte gleich zu Beginn durch die Ausbildungsstätten des zweitgrößten Berufsbildungszentrums im Saarland und erklärte gemeinsam mit den Fachlehrern der Bereiche anschaulich, welche Möglichkeiten den Jugendlichen an seiner Schule geboten werden. Neben Holz-, Maler- und Metallwerkstatt, wurde das neu eingerichtete Kompetenzzentrum für Automatisierungstechnik präsentiert. Spannend war an dieser Stelle zu erfahren, dass es zukünftig auch Gelegenheit gibt, hier kleine Gruppen von Auszubildenden für diesen Bereich zu qualifizieren. Diese Vorlage nutzte gleich eine Unternehmerin des Arbeitskreises, die hierfür einen Bedarf hatte, um erste Kontakte zu knüpfen. Zurück im Veranstaltungsraum, war die Neuordnung der Berufe auf Bundesebene im Zusammenhang mit der praktischen Umsetzung  von Spezialberufen im Saarland ein Thema. Problematisch wird es dann, wenn nicht genügend Auszubildende für eine Schulklasse zusammenkommen und der Ausbildungsberuf nicht mehr im eigenen Bundesland ausgeübt werden kann. Im anschließenden Impulsvortrag der Vorsitzenden Trapp und Burkhard ging es, ausgehend vom Begriff "Ausbildungsreife", darum wie Schulen und Unternehmen im Rahmen von SCHULEWIRTSCHAFT voneinander profitieren können.  Den Jugendlichen fehle oftmals der konkrete Bezug zum Beruf und dem müsse man gemeinsam entgegenwirken, damit Betriebe und Bewerber zueinander finden.  Das Schaffen von Praxisnähe durch Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen, durch Experten im Unterricht, Projekttage an Schulen  und das Kennenlernen von Betrieben und ihren Berufen ist entscheidend, um eine gute Basis für die Zusammenarbeit zu schaffen. In der anschließenden Diskussion war das Thema Praktikum das Stichwort. Von Schulseite wurde beklagt, dass Praktikanten oftmals nicht immer gut begleitet werden in den Betrieben und von Unternehmensseite wurde angeführt, dass Jugendliche mehrfach ohne erkennbare Entscheidungsgrundlage ins Praktikum einsteigen. Dies stellte, auch im Hinblick auf die Elternarbeit, nochmals heraus, wie wichtig die Zusammenarbeit am Übergang Schule-Beruf ist und dass Kommunikationswege geöffnet und über die Vielschichtigkeit des Themas Praktikum aufgeklärt werden muss. Ideen wie Checklisten für Betriebe und Schüler oder ein Workshop-Modul für die nächste Arbeitskreissitzung wurden den Vorsitzenden mit auf den Weg gegeben.

Anmeldung und Information

Christine Hauser
Tel.: 0681 95434-39
Fax: 0681 95434-69
E-Mail: bildungmesaar.de

Bitte senden Sie das Anmeldeformular vollständig ausgefüllt an oben genannte E-Mail oder Faxnummer.

Ansprechpartner Arbeitskreis Neunkirchen

Vorsitz Schule

Volker Burkhard, Schulleiter der
Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsschule
E-Mail: v.burkhardgems-spiesen-elversberg.de

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