Herbsttermine 2017

21. September 2017:  Arbeitskreistreffen in der Eisenbahnhalle, Losheim am See.

Ausbildungsmesse und SCHULEWIRTSCHAFT unter einem Dach

35 Akteure aus dem Landkreis Merzig-Wadern tagten im September in der traditionellen Eisenbahnhalle in Losheim. Die museale Halle bot nicht nur den Sitzungsteilnehmern, sondern auch den rund 60 Ausstellern der regionalen Ausbildungsmesse Raum für Gespräche. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Christian Brunco, stellten Frédéric Chomard und Adriane Schmidt, vom Verband der Volkshochschulen den Saarlandes, das Programm KLAR (Kompetenz. Lernen. Arbeit) vor. Für 51.000 Beschäftigte und Azubis im Saarland stellen Lesen und Schreiben eine derart große Herausforderung dar, dass sie Situationen vermeiden, in denen Schreib- und Lesekompetenz gefordert ist. Dies kann zu unangenehmen Situationen im Arbeitsalltag führen und ist für die Betroffenen oftmals beschämend. KLAR hilft Lücken zwischen den Anforderungen am Arbeitsplatz und individuellen Grundbildungskompetenzen der Betroffenen zu schließen. Durch Stützunterricht in Kleingruppen, der sowohl im Ausbildungsbetrieb, als auch in der Berufsschule stattfinden kann, lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Lesen, zu Verstehen und ihre Gedanken zu gliedern und aufzuschreiben. Das CEB Merzig machte im Anschluss daran auf das Programm „Ausbildung jetzt – Begleitung bildungsferner Jugendlicher“ aufmerksam. Zielgruppe sind Jugendliche mit schulischen und sozialen Defiziten sowie junge Geflüchtete. Unterstützt werden die jungen Menschen bei der Ausbildungsplatzakquise. Individueller Deutsch-Unterricht und Begleitung bei Behördengängen wird zusätzlich für Migranten angeboten, so Referentin Sandra Lay. Beide Programme waren vielen der anwesenden Unternehmensvertreter noch nicht bekannt.

Dass man insbesondere Erziehungsberechtigte frühzeitig in die Berufsorientierung einbinden sollte, merkten Georg Dillschneider und Wolfgang Lins, Gemeinschaftsschule Orscholz, an. So stellten sie gut funktionierende Praxisbeispiele und allgemeine Einbindungsmöglichkeiten für Eltern vor. Eine gute Form der Integration ist die praktische Mitarbeit der Sorgeberechtigten bei Projekten der Berufsorientierung, entsprechend ihrer Fachkenntnisse aus der eigenen Beruflichkeit. Dieses Wissen kann für Schülerinnen und Schüler nutzbar gemacht werden und ganz praxisnah die Vorstellung der Berufsbilder eingebaut werden. Beim anschließenden Messerundgang konnten sich die interessierten Akteure vor Ort ein Bild über die Ausbildungsmöglichkeiten der Region machen. An der Ausbildungsmesse in Losheim nahmen 45 Ausbildungsbetriebe/-einrichtungen, IHK, HWK, LWK, die Agentur für Arbeit sowie weitere Träger teil.

Rückblick

Herbsttermine 2016

03. November 2016: Arbeitskreistreffen in der  KÜS-Bundesgeschäftsstelle.

Besuch der Bundesgeschäftsstelle KÜS: Prüfingenieure im Fokus

„Sicherheit und Service aus einer Hand!“ So lautet das Motto der Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V. (KÜS). Entsprechende Hintergrundinformationen zum Verein, dessen Bundesgeschäftsstelle ihren Sitz in Losheim hat, lieferte Antonio Andreacchi, Fachbereichsleiter Personalentwicklung bei der KÜS, gleich nach der Begrüßung durch die Arbeitskreisvorsitzenden Brunco und Heinrich. Als feste Größe in der Fahrzeugüberwachung, mit der Hauptuntersuchung an Kraftfahrzeugen oder den Änderungsabnahmen , bieten die KÜS Automotive GmbH und die KÜS Technik GmbH umfassenden Service an, etwa im Bereich der Unfallgutachten, der Oldtimerbewertung oder der Erstellung von Teilegutachten. Unter der Firmierung KÜS Data GmbH betreibt die KÜS ein hochmodernes und hochsicheres Rechenzentrum. Die Service GmbH widmet sich Themen wie Umweltschutz und Arbeitssicherheit und bietet diese Dienstleistungen den Betrieben des Kfz-Gewerbes an. All diese Serviceleistungen werden bundesweit angeboten. Die KÜS-Bundesgeschäftsstelle mit Sitz in der saarländischen Hochwaldgemeinde Losheim am See betreut die rund 1.300 im Namen der KÜS tätigen Prüfingenieure engagiert und kompetent. Übrigens: Prüfingenieur ist ein Beruf mit Zukunft. Denn: „Als Prüfingenieur/-in können Sie sich ihren Arbeitsplatz und den Standort, an dem Sie arbeiten möchten, selbst aussuchen!“, betont Antonio Andreacchi.

Diesen Einstieg nutzte Ausbildungskoordinatorin Tanja Bart als Überleitung zum Thema „Ausbildung bei der KÜS“. Aktuell werden in der KÜS-Bundesgeschäftsstelle 12 Nachwuchskräfte ausgebildet in den Berufen Kauffrau/-mann für Büromanagement, Fachinformatiker/-in für Systemintegration und Anwendungsentwicklung sowie Mediengestalter/-in für Digital- und Printmedien. Darüber hinaus wird am Standort in Losheim in Kooperation mit der ASW Berufsakademie Saarland e. V. das duale Studium Bachelor of Engineering Maschinenbau angeboten. Im Anschluss an dieses Studium qualifiziert eine achtmonatige Fortbildung die Absolventen zum Kfz-Prüfingenieur. Übrigens: Rund 90% der ausgebildeten Prüfingenieure bleiben anschließend bei der KÜS – eine sehr gute Quote!

Im zweiten Teil des Arbeitskreistreffens berichtete Andreas Heinrich, Schulleiter am Berufsbildungszentrum in Merzig, über den aktuellen Stand der Beschulung und beruflichen Integration von Neuzugewanderten an seiner Schule. Diese Schüler werden mittels eines Einstufungstests verschiedenen Klassen mit unterschiedlich angestrebten Schulformen zugeordnet. Innerhalb von zwei Schuljahren erhalten die Schüler intensiven Sprach- und Förderunterricht, um in eine reguläre Schulform (Berufsvorbereitungsjahr, Berufsfachschule oder Fachoberschule/ berufliches Oberstufengymnasium) mit zusätzlicher Sprachförderung übergehen zu können und dort den angestrebten Schulabschluss zu erwerben. Herr Heinrich und seine Schule legen aber nicht nur großen Wert auf die berufliche, sondern ebenso die soziale Integration neuzugewanderter Schüler. So wurden am BBZ Merzig verschiedene Projekte initiiert, um einheimische und neuzugewanderte Schüler zusammenzuführen und sich gegenseitig mit Offenheit und Toleranz sowie Rücksicht auf bestehende Werte und Gebräuche kennenzulernen. Das von Herrn Heinrich und seinem Team erarbeitete Konzept funktioniert so gut, dass andere Berufsbildungszentren großes Interesse zeigen, dies auch an ihrer Schule umzusetzen.  mehr

Herbsttermine 2015

13. Oktober 2015: Arbeitskreistreffen bei der Villeroy & Boch AG in Mettlach.

SCHULEWIRTSCHAFT  trifft sich bei Villeroy & Boch in Mettlach

Hochwertiges Geschirr, elegante Badausstattung und vieles mehr rund um das Thema Keramik: dafür ist das Familienunternehmen Villeroy & Boch bekannt. Doch welche Berufsbilder und Karrieremöglichkeiten der unternehmenseigene Ausbildungsbetrieb anbietet, wissen die Wenigsten. Im kommenden Jahr werden neun Berufe im kaufmännischen und gewerblich-technischen Bereich angeboten: Fachinformatiker, Fachkraft für Lagerlogistik,  Industriekaufleute und Kaufleute im Einzelhandel, Wirtschaftsinformatiker, Elektroniker für Betriebstechnik, Industriemechaniker, IT-Systemelektroniker sowie Maschinen- und Anlagenführer. Aber welchen Schulabschluss benötigen die Jugendlichen und worauf müssen sie bei der Bewerbung achten?
Diese und viele weitere Fragen rund ums Unternehmen beantwortete Marion Zang aus der Personalabteilung: „Je früher  sich die Jugendlichen bewerben, desto besser. Aktuell bildet der Konzern 130 junge Leute aus. Schülerpraktika können in IT und Technik absolviert werden und darüber hinaus bieten wir auch ein FOS-Praktikum in den Bereichen Wirtschaft  und IT  an.“ Vom guten Betriebsklima konnten sich die rund 30 Arbeitskreisteilnehmer während einer Besichtigung der Ausbildungswerkstatt überzeugen. Eigentlich wurden nur einige der Jugendlichen gebeten, etwas länger zu bleiben, um der Gruppe zu demonstrieren, woran sie gerade arbeiten. Da Solidarität hier jedoch groß geschrieben wird, konnten die Besucher alle Bereiche in voller „Besetzung“ begutachten. Im Bereich Mechatronik hatten die Lehrlinge sogar eine eigene Miniatur-Montagelinie mit kleiner Porzellantasse auf dem Förderband angefertigt.
Immerhin 80% der ausgelernten Auszubildenden bleiben im Unternehmen. Berufliche Orientierung von Jugendlichen ist auch DAS Thema der bundes- und landesweiten Initiative Berufswahl-SIEGEL, vorgestellt durch LPM-Fachbereichsleiter Grützner. Die neue Auszeichnung für allgemeinbildende Schulen, die in anderen Bundesländern bereits verliehen wird, ist sowohl Qualitätsmerkmal, als auch Anerkennung für Schulen, die ein aufeinander aufbauendes und stimmiges Gesamtkonzept ihrer Berufs- und Studienorientierung aufzeigen. Dass sich das heutige Arbeitskreistreffen für alle Teilnehmer gelohnt hatte, zeigte die angeregte Diskussion in der abschließenden Feedbackrunde „Jugendliche im Fokus“, in der Wünsche und Anregungen der anwesenden Vertreter aus Schule und Betrieb  zu verschiedenen Modellen der beruflichen Orientierung angesprochen wurden. Arbeitskreisvorsitzender Christian Brunco unterstrich gegen Ende der Veranstaltung noch einmal, dass Unterstützung vor Ort bei der Kontaktaufnahme zu Schulen und Betrieben gerne angefragt werden könne. Vakant ist bislang noch der ehrenamtliche Schulvorsitz des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT Merzig-Wadern. Potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten der Schulen des Landkreises sind herzlich aufgefordert, sich auf diesen spannenden Posten zu bewerben. Für das Frühjahr 2016 ist ein Besuch des BBZ Merzig geplant.  


Rückblick Herbst-Tagung 2014

Auf der SCHULEWIRTSCHAFT-Jahrestagung am 15. Oktober 2014, trafen sich alle Arbeitskreise des Saarlandes sowie regionale und überregionale Bildungsakteure und Partner aus Schule und Wirtschaft im VHS-Zentrum am Saarbrücker Schloss. mehr

Anmeldung und Information

Christine Hauser
Tel.: 0681 95434-39
Fax: 0681 95434-69
E-Mail: bildungmesaar.de

Bitte senden Sie das Anmeldeformular vollständig ausgefüllt an oben genannte E-Mail oder Faxnummer.

Ansprechpartner Arbeitskreis Merzig-Wadern

Vorsitz Schule

Andreas Nikolaus Heinrich, Schulleiter des Berufsbildungszentrums Merzig
E-Mail: a.heinrichbbz-merzig.de

Vorsitz Unternehmen

Christian Brunco
Regionales Bildungsmanagement (RBM)
InnoZ-Das SchülerZukunftsZentrum
E-Mail: c.bruncomerzig-wadern.de