Foto: Christian Kruppa

„Alle Potenziale entfalten!“

Das SCHULEWIRTSCHAFT-Schwerpunktthema 2017 zielt auf die Stärkenförderung der Jugendlichen ab. "Jeder Jugendliche soll eine passende berufliche Perspektive finden": Lautet das Motto.

Das bundesweite Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT greift damit die aktuelle und zukünftige Ausbildungsmarktsituation auf. Ausgangspunkt für diese Kampagne sind die vielen (noch) ungenutzten Potenziale, die sich darin zeigen, dass die betrieblichen Angebote und die Wünsche der Jugendlichen immer weniger zusammenpassen. So stieg nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in den vergangenen Jahren bundesweit sowohl die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen als auch die Zahl der erfolglos gebliebenen Bewerberinnen und Bewerber. Im Zeitraum von 2011 bis 2013 erhöhte sich die Zahl der unbesetzten Stellen auf 33.500 und die Zahl der nicht erfolgreichen Bewerber auf 83.600. Neben der demografischen Entwicklung und den regionalen Unterschieden der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, die in unterschiedlichen Angebotsstrukturen zum Ausdruck kommen, liegt die Ursache auch im Informations- und Auswahlverhalten der Jugendlichen. Einerseits interessieren sich viele Schulabsolventen nicht für die Berufe, in denen die Betriebe Ausbildungsplätze anbieten. Anderseits bringen die Jugendlichen nicht immer die von den Unternehmen gewünschten schulischen Voraussetzungen mit. Hier gilt es Abhilfe zu schaffen. Ziel ist es, die Potenziale von Jugendlichen sichtbar zu machen, um sie im Prozess der Berufsorientierung und der Berufswahl gezielt unterstützen zu können. Gleichzeitig sollen auch Eltern, Lehrkräfte sowie Unternehmensverantwortliche für diese Thematik sensibilisiert und informiert werden.

Das Aktionsprogramm von SCHULEWIRTSCHAFT konzentriert sich auf vier Handlungsfelder:

  • Stärkenförderung aller Jugendlichen: Neben der Förderung von Leistungsstarken und von Schülerinnen und Schülern, die sich schwerer tun, darf die „Breitenförderung“ nicht vernachlässigt werden. Schulen und Lehrkräfte brauchen zur individuellen Förderung aller Jugendlichen systematische Unterstützung.
  • Ausbildung und Studium „auf Augenhöhe“: Die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung sowie die Chancen einer dualen Ausbildung sollen herausgestellt werden.
  • Studien- und Berufsorientierung am Gymnasium: Gymnasiastinnen und Gymnasiasten haben die vielfältigsten beruflichen Wahlmöglichkeiten, doch das Zeitbudget für die Berufs- und Studienorientierung ist häufig knapp bemessen. Der Einbezug der regionalen Wirtschaft bietet praktische Unterstützung zum Aufbau schulischer Konzepte, die Wege und Karriereperspektiven aufzeigen können.
  • Kooperationen mit Ganztagschulen: Bundesweit ist das Angebot an Ganztagsschulen in den letzten Jahren stark gestiegen. Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft bieten spannende Perspektiven zur Gestaltung praxisnaher Aktivitäten zur Berufsorientierung und Berufsfindung.

Mit Vorträgen, Fortbildungen und Wettbewerben werden die verschiedenen Ebenen des SCHULEWIRTSCHAFT-Netzwerkes vielfältige Angebote machen, um alle Potentiale zur Entfaltung zu bringen!

Erfahren Sie unter www.schulewirtschaft.de mehr zum Aktionsprogramm.

Ansprechpartner

Stephanie Vogel
Tel.: 0681 95434-36
Fax: 0681 95434-66
E-Mail: vogelmesaar.de

Tina Raubenheimer
Tel.: 0681 95434-48
Fax: 0681 95434-78
E-Mail: raubenheimermesaar.de