Engagement für Flüchtlinge

Fast eine halbe Million schutzsuchende Menschen hat im vergangenen Jahr Asyl beantragt – mehr als die Hälfte der Anträge wurde von jungen Menschen unter 25 Jahren gestellt. Für ihre Integration spielen die Angebote von Schulen und Unternehmen, die Praktika, Ausbildungen und Einstiegsqualifizierungen bieten, eine entscheidende Rolle. Auch die SCHULEWIRTSCHAFT-Arbeitskreise entwickeln Projekte, um Geflüchtete zu integrieren.
Eine Arbeitsgruppe aus dem SCHULEWIRTSCHAFT-Netzwerk hat gemeinsam mit IW-Wissenschaftlern ein Informationspaket zu Zahlen, Daten und Fakten sowie den rechtliche Rahmenbedingungen und Praxisbeispiele zur Integration und Förderung von Flüchtlingen erarbeitet. Ergebnis ist ein Foliensatz, der auch von den Arbeitskreisen eingesetzt werden kann und in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird. Ab sofort unter www.landderpotenziale.de.

Ausbildung von Flüchtlingen

Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) hat Handlungsempfehlungen für kleinere und mittlere Unternehmen erstellt, die sich der Ausbildung von Flüchtlingen widmen.

In einzelnen Kapiteln werden Informationen aufbereitet, die für die Ausbildung von Flüchtlingen relevant sind. Diese reichen von der Erläuterung der rechtlichen Grundlagen über Hinweise zu Kontaktwegen sowie zur Auswahl von Bewerbern bis hin zu staatlichen Unterstützungsangeboten für Unternehmen. Da insbesondere sprachliche und kulturelle Hürden für beide Seiten eine Herausforderung darstellen können, wird ebenfalls aufgezeigt, welche Hilfestellungen Unternehmen bei der Gestaltung der Ausbildung nutzen können. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung gibt es verschiedene Wege, wie die neue Fachkraft dauerhaft im Unternehmen bleiben kann. Auch hierzu finden Sie in der vorliegenden Handlungsempfehlung umfangreiche Informationen. 

Hemmschwellen abbauen - Übergänge begleiten

Die drei Begriffe "Migration-Qualifikation-Integration" beschäftigen sich mit kultureller Vielfalt und beruflichen Perspektiven. In der Praxis ist dies oft genug ein Widerspruch, der gerade vor dem Hintergrund von demografischem Wandel und Fachkräftemangel Handeln erfordert.

In Deutschland leben 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund - etwa jeder fünfte Einwohner. Tatsache ist auch, junge Migranten haben tendenziell schlechtere berufliche Perspektiven als andere Bevölkerungsgruppen. Rund 15 Prozent der Jugendlichen verlassen die Schule ohne Abschluss, was das Risiko arbeitslos zu werden, deutlich erhöht. Zudem ist der Anteil der Migranten zwischen 20 und 30 Jahren ohne Berufsausbildung wesentlich höher als bei Deutschen. Mit dem Thema will SCHULEWIRTSCHAFT Unsicherheiten abbauen, über Ursachen unterschiedlicher Bildungsniveaus informieren und konkrete Strategien bündeln. Möglicherweise verpassen junge Menschen wichtige Chancen und wir verschenken Potenziale für Deutschland. Das Zauberwort für eine gelungene Integration heißt Teilhabe - sowohl auf beruflicher, wie gesellschaftlicher Ebene. Dies erst ermöglicht Zugänge zu Bildung und Beschäftigung. Denn: ohne Abschluss keine Ausbildung - ohne Ausbildung kein Job.

Sprache ist der Schlüssel, der Türen zur Bildung öffnet. Deutschkenntnisse sind für die soziale Eingliederung sowie den geglückten Berufsstart unerlässlich. In sechs von zehn Migrantenfamilien wird zu Hause indes überwiegend in der Heimatsprache gesprochen. Entscheidend wird es darauf ankommen, so früh wie möglich Deutsch zu lernen - idealerweise schon im Kindergarten. Dies wiederum macht ein gutes Vertrauensverhältnis zu den Eltern erforderlich. Um Nutzen aus dem Plus an kultureller Vielfalt zu ziehen, müssen Schüler, Lehrer, Eltern sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen. Ein konkreter Ansatz ist es, verstärkt interkulturelle Faktoren bei der Berufsorientierung zu berücksichtigen. Das heißt konkret, positive Eigenschaften - Fähigkeiten, Vorlieben, Stärken - des eigenen Migrationshintergrunds zu erkennen, die für eine erfolgreiche Schullaufbahn bzw. Ausbildung wesentlich sein können.

Ansprechpartner

Stephanie Vogel
Tel.: 0681 95434-36
Fax: 0681 95434-66
E-Mail: vogelmesaar.de

Tina Raubenheimer
Tel.: 0681 95434-48
Fax: 0681 95434-78
E-Mail: raubenheimermesaar.de


Praktika für Flüchtlinge
Praxisleitfaden für Unternehmen


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